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02.01.2001

Interview mit Helene Gerber, Tierkommunikatorin

Erschienen in der Zeitschrift Tierrechte am 01/2001 und 02/2001.


Anne Maya Klauser (VTch) sprach mit Frau Gerber über ihre Fähigkeit, mit Tieren telepathisch zu kommunizieren.

 

Frau Helene Gerber ist als Einzelkind aufgewachsen. Schon seit frühester Jugend hatte sie eine enge Beziehung zu Tieren. Nach der Matur begann sie das Studium der, Veterinärmedizin, dann aber hat sie dieses abgebrochen und als Kranken- und Oberschwester gearbeitet.
Eines Tages ist sie auf das buch von Penelope Smith "Gespräche mit Tieren"
gestossen und hat sich in der Folge entschlossen, Tierkommunikatorin
zu werden. Jetzt liebt sie mit Hunden, Katzen, Pferden und ihrem Mann in
einem Bauernhaus in Oberbottigen bei Bern, arbeitet als Tierkommunikatorin und bildet selber solche aus.

Anne Maya taauser (amk): Frau Gerber, bitte schildern Sie uns eine normale Konsultation.
Helene Gerber: Meine Sekretärin oder ich machen mit dem Kunden einen Termin aus, wann das Telefongespräch stattfinden soll. Die Kundin bereitet sich vorher mit einem Fragebogen vor, mit all dem, was sie ihr Tier fragen will. Zur vereinbarten Zeit ruft sie mich pünktlich an. Zuerst will ich wissen, um was für ein Tier es sich handelt, seinen Namen, seine Rasse und Farbe. dann stellt der/die Kund(in) die Fragen. Ich nehme mit dem Tier Kontakt auf und übersetze die Antwort in Menschensprache. Meine Arbeit besteht hauptsächlich aus übersetzen.

amk: Auf welche Art und Weise hören und verstehen SieTiere?

Helene Gerber: Das ist sehr verschieden: in Bilderabfolgen, Gedanken und manchmal auch im körperlichen Empfinden (Sensation). bei letzterem spüre ich den Schmerz selber. Ich merke nach Rücksprache mit der/dem Besitzer(in), ob die Antwort auch Sinn machen kann. Wird eine Verhaltensänderung festgestellt, zeugt das von einer erfolgreichen Konsultation. Natürlich will ich nicht das Leben meines Mannes kontrollieren, darum frage ich nicht so oft. Manchmal ist es auch nützlich, z.B.versuchte ich, meinen Mann telefonisch zu erreichen. Es nahm nie jemand ab. Plötzlich kam die Nachricht von meinem Hund: Papi ist gerade im Stall. Wenn ich später meinen Mann frage, was er zu diesem Zeitpunkt gemacht hatte, so stimmt es mit der Antwort meines Hundes überein.

amk: Reden Sie auch mit Tieren, die um Sie herum sind?

Helene Gerber: Ja, mit meineneigenen Tierennatürlich. Wenn ich auswärts bin, frage ich manchmal meinen Terrier, wie es geht. Er erzählt mir dann detailgenau, was zu Hause vor sich geht. Das kann so tönen: "Papi ist gerade am Kochen, es schmeckt fein". Oder" Papi ist im Stall,er war sehr in Eile".

amk: Wie ich gehört habe, sind Sie sehr erfolgreich. Haben Sie dafür Werbung gemacht?

Helene Gerber: Ich hatte einmal ein Inserat in der Tierwelt gemacht, doch darauf meldete sich niemand. Die Kunden kennen mich vor allem durch Mund-zu-Mund- Propaganda, Fernsehen und Radio.

Anne Maya Klauser (amk): Kommunizieren Sie auch mit Mücken und Fliegen?

Helene Gerber: Mit einer Mücke habe ichauch schon mal kommuniziert. sie wollte Blut von mir trinken und ich habe sie immer weggeschickt, Einmal erlaubte ich ihr zu trinken. Während sie sass und trank fühlte ich die Dankbarkeit der Mücke, die Harmonie, die entstand zwischen uns, Ich wusste, es war richtig so. Nachher hat mich dieser Stich nicht gejuckt. Mit Arnelsen hotte ich auch mal ein Abkommen gemacht. Sie waren immer in meinem Vorratsschrank. Ich bat sie aus meinem Schrank auszuziehen,dafür würde ich ihnen täglich draussen etwas hinstellen, Es funktionierte und das Versprechen hielt ich auch ein, Mit Flöhen und Zecken habe ich noch nie geredet.

amk: Tierrechte; was holten Sie von der Stellung des Tieres im Gesetz?

Helene Gerber: Für mich ist ganz klar,die Tiere haben die gleiche Stellung wie die Menschen, Ich kann auch mal ein Tier dazu fragen. Bob, ein Pferd, ist sehr weise, Seine Antwort:" Ein Geschöpf in tierischer Form ist keine Sache, das sollte selbstverständlich sein, Sie sollten juristische Rechte haben zum Schutz vor Misshandlungen, Verstossen, Scheidung, Aussetzen und sexuellem Missbrauch damit es gar nicht erst so weit kommt, Es ist Zeit, dass die Menschheit das merkt und einen Schritt vorwärts tut", (Anmerkung: während das Pferd Bob mir das erzählte, konnte ich nicht alles so schnell aufschreiben, Er merkte es aber und meinte: warten wir schnell, bis sie alles aufgeschrieben hat, denn sie ist eine liebe Frau).

amk: Hoben Sie auch Impressionen betreffend momentan akutelien Themen wie Maul- und Klauenseuche oder BSE?

Helene Gerber: Ich fragte vor einiger Zeit eine Sau, was sie von der Ausbreitung des Rinderwahnsinns (BSE) hält. Ihre Antwort: "Die Paarhufer bringen so ein Opfer für die Menschen dar, um ihnen zu zeigen, dass sie mit der Natur so nicht umgehen können. Das Zeichen, das viele Tierarten aussterben, hätte doch deutlich genug sein sollen, Doch die Menschheit hat das noch nicht verstanden. Also zeigen wir es so.. und es kommt noch schlimmer!". KurzeZeit darauf ist die Maul und Klauenseuche ausgebrochen,

amk: Stichwort Vegetarismus

Helene Gerber: Dazu habe ich auch verschiedene Tiere befragt, Eigentlich hotte kein Tier ausdrücklich etwas dagegen, dass es gegessen wird, so wie auch Pflanzen nichts dagegen haben, gegessen zu werden, Die Tiere sagten ober auch, sie seien einverstanden, dass sie verzehrt werden, wenn sie ein tier (menschen-) würdiges Leben führen können, mit Liebe und Respekt behandelt würden und auch respektvoll getötet würden, Dasselbe gilt natürlich auch für Pflanzen, Ich selber esse wenig Fleisch und wenn, dann mit viel Respekt und Dankbarkeit, Ich weiss auch, dass Menschen Fleisch nicht brauchen.


Dateien:
20010102_Tierrechte.pdf1.8 M