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13.11.2015

Schliessung der Tierversuchsanstalt Elanco in St. Aubin (Freiburg)

Petition für einen Sozialplan für die 800 Tiere!


Brief von Maja Schmid, Schweizer Liga gegen Vivisektion:

 

"Die Basler Pharmafirma Novartis hat im April 2014 den Verkauf seiner Abteilung Tiergesundheit an Eli Lilly (Lilly) für 5.4 Mia Dollar bekannt gegeben. Die Transaktion fand im Januar 2015 statt. Dank diesem Kauf wurde die Filiale von Lilly, Elanco, finanziell zur weltweit zweitgrössten Firma auf diesem Gebiet.
 
Doch mit dem Verkauf von Novartis wechselte auch das Forschungszentrum in St. Aubin im Kanton Freiburg den Besitzer. An den dort untergebrachten ca. 800 Tieren, Nagern, Kaninchen, Hunden, Katzen, Schafen, Schweinen und Rindern, werden Experimente für neue Mittel gegen Parasiten durchgeführt.
 
Die Abteilung Tiergesundheit brachte Novartis 2013 1.1 Mia Dollar Gewinn. Für Elanco und Lilly scheint das nicht profitabel genug zu sein denn am 21. Oktober 2015 haben sie den Verkauf des Zentrums in St. Aubin angekündigt.
80 Personen verlieren ihre Arbeit. Elanco scheint einen Sozialplan für die Angestellten nicht in Betracht zu ziehen. Für die Tiere die nicht in einem Versuch stecken noch viel weniger. Das heisst, ab Richtung Schlachthaus oder zur Mast mit anschliessender Schlachtung. Für die 400 Hunde, Katzen und anderen Tiere, wäre die günstigste Alternative: Tod durch Euthanasie.
 
Dass eine grosse Pharmafirma wie Lilly, die jährlich viele Milliarden US Dollar Reingewinn macht, ohne Skrupel zur Eliminierung überflüssig gewordener Versuchstiere greift, ist  schockierend. Dabei wäre ein Platzierungsprojekt zum Beispiel der Hunde und Katzen ohne grossen finanziellen Aufwand umsetzbar und würde ein Zeichen des Verantwortungsbewusstseins setzen.
Die LSCV hat Elanco mehrfach ein Platzierungsprojekt der Tiere vorgeschlagen. Leider erfolglos. Mehrere Tierheime haben ihre Zustimmung für eine Aufnahme von Tieren gegeben.
Elanco liess durchblicken, dass die Tiere an den Basler Standort geleitet würden, obwohl dort keine Infrastruktur für deren Aufnahme besteht. Oder, sie würden sich an das Freiburger Veterinäramt wenden, obwohl dieses keine Lösung anbieten kann.
 
Elance kauft die Hunde und Katzen von auf Versuchstiere spezialisierten Zuchtbetrieben in den USA. Für Hunde bezahlen sie CHF 1'500.-. Die Hunde gelangen per Flug nach Paris und danach per Camion in die Schweiz. Elanco hat demzufolge die nötigen Mittel um für den Import eines Hundes  CHF 2'000.- auszugeben, ist aber nicht gewillt, für die Hälfte dieses Betrags zu dessen Platzierung in ein Tierheim oder einer Pflegefamilie beizutragen.
 
Auf seiner Webseite erklärt Elanco, dafür zu sorgen, dass neue Medikamente oder innovative Pflegeprodukte zu einem langen, gesunden und glücklichen Leben unserer Haustiere führen. Dank seiner Erfahrung will Elanco seine Vision nach Nahrung und Bereicherung des Lebens dank Haustieren umsetzen. Des Lebens? Offensichtlich nicht. Dafür mit Sicherheit der gefüllten Brieftasche der Aktionäre.
 
Was tun?
 
Helfen Sie uns, Druck auf Elanco zu machen. Geben Sie die Information weiter an Bekannte und Freunde und auf sozialen Netzwerken. Weder Lilly noch Elanco wollen schlechte Werbung. Ein Teil der Tiere kann noch gerettet werden. Sie verdienen ein würdiges Leben.
 
»» Unterzeichnen Sie die Petition:

https://www.change.org/p/elanco-non-%C3%A0-l-euthanasie-des-800-animaux-elanco
 
Die Westschweizer Presse hat die Information am 10. und 11. November weit verbreitet. Weitere Artikel werden folgen. Mit Ihrer Hilfe können wir auch die Presse in der deutschen Schweiz mobilisieren. Wenn Sie Kontakte zu Redaktionen haben, geben Sie die Information weiter.

Schreiben Sie an Elanco und Lilly und teilen Sie Ihren Unwillen über die Tötung der Tiere mit:
 
Elanco
Maria Zampaglione, Manager, EMEA Communications E-Mail : zampaglione_maria@elanco.com
 
Lilly
Eli Lilly (Suisse) SA
Ch. des Coquelicots 16
CH - 1214 Vernier / GE
E-Mail : lilly_ch@lilly.com

 
Vielen Dank!"

Maja Schmid

Ligue suisse contre la vivisection
Schweizer Liga gegen Vivisektion
Lega svizzera contro la vivisezione
Case postale 148
1226 Thônex

Secrétariat : 0041 (0)22 349 73 37
Fax : 0041 (0)22 349 19 54
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